Hochwertiges Wohnmobil durch Feuer zwar völlig zerstört – Übergreifen auf gesamte Halle wurde aber durch schnelles und cleveres Eingreifen der Feuerwehr verhindert
06.02.12, 01:51 Uhr
(gs) SOS – Do it yourself! Unter diesem Motto agieren offenbar die Kameraden der Ahrensburger Feuerwehr – und das mit großem Erfolg.
Als bei einem Brand in einer KFZ-Werkstatt der Zugang zum Inneren durch verrammelte Türen und ein klemmendes Rolltor nicht möglich war und somit die Flammen im Inneren drohten, das ganze Gebäude in Brand zu setzen, fackelten die Kameraden nicht lange und griffen zu unkonventionellen Methoden: Mit einem simplen Wagenheber kurbelten sie das große Hallentor Stück für Stück nach oben und verkeilten unter dem Stück für Stück sich hebendem Tor auf dem Gelände gefundene Autoreifen, um einen erneutes absenken des Rolltors zu verhindern. Die Do-it-yourself-Aktion hatte Erfolg: Den Löschkräften gelang es somit rechtzeitig ausreichenden Zugang zum Inneren zu bekommen. Dort war ein abgestelltes Wohnmobil in Brand geraten und drohte, die gesamte Werkstatt in Flammen zu setzen. Gerade noch rechtzeitig konnte das Feuer eingedämmt werden. Zwar wurde das hochwertige Reisemobil vollständig zerstört und auch die Halle vom Feuer etwas in Mitleidenschaft gezogen, ein weitaus teurerer Schaden war jedoch gebannt. Die Brandursache ist noch unklar, offenbar hatte aber ein technischer Defekt am Wohnmobil das Feuer ausgelöst.
Die NonstopNews-Bilder (Nacht) und der O-Ton:
- Totale der Einsatzstelle, Flammen lodern im Inneren hinter Rolltor
- Feuerwehr trifft ein, dichter Rauch dringt durch Rolltor aus Halle
- Einsatzkräfte versuchen weiteren Zugang durch Tor zum Feuer zu bekommen
- Tor wird mit Wagenheber angehoben und mit Reifen verkeilt
- Tor wird weiter geöffnet und hochgestemmt
- Feuerwehr löscht durch geöffnetes Tor, Versuch Türen aufzustemmen
- Blick ins Innere, zerstörtes Wohnmobil im Qualm, Löscheinsatz unter Atemschutz
- O-Ton Jan Harländer, Feuerwehr Ahrensburg: zum einsatz und zur Aktion
- Weitere Schnittbilder
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Feuer war direkt über Schlafräumen ausgebrochen – Brand war zum Glück rechtzeitig bemerkt worden – Jugendliche wurden in der Nacht in andere Einrichtung gefahren
06.02.12, 01:51 Uhr
(gs) Die Jugendlichen in der Einrichtung „Weitblick“ haben ihr Elternhaus verloren oder mussten dies verlassen – in der Jugendhilfeeinrichtung „Weitblick“ in Barkentange bei Friesoythe hatten sie eine neue friedliche Bleibe gefunden. In der Nacht zu Montag wurde ihnen durch ein Feuer nun auch dieses neue Zuhause genommen.
Der Brand war offenbar im Dachstuhl direkt über den Schlafzimmern der Jugendlichen ausgebrochen. Ein Knistern und Knacken hatte sie aufgeschreckt, zudem waren in allen Zimmern Rauchmelder installiert. Trotz der späten Stunde gelang es allen 14 Jugendlichen und den drei Betreuern das Wohnheim unverletzt zu verlassen. Als die alarmierte Feuerwehr dann eintraf, schlugen bereits Flammen aus dem Dach. Über eine Drehleiter gingen die Löschkräfte vor, um ein Ausbreiten des Feuers eindämmen zu können – dies gelang zum Glück. Trotzdem brannten Teile des Daches und Obergeschosses aus. Mehrere Schlafräume sind vom Feuer und Rauch unmittelbar betroffen. Löschwasser setzte das gesamte Haus bis ins Erdgeschoss unter Wasser. Die Jugendlichen, die nach der Flucht in Kleinbussen der Einrichtung notdürftig zum Aufwärmen untergebracht wurden, konnten kurz danach von Helfern der SEG aus Friesoythe übernommen werden, die sie dann mit Bussen zu einer katholischen Einrichtung im Ort brachten, wo sie nun weiter versorgt werden. Wann sie wieder zurück in ihre altes Zuhause können, bleibt unklar, genauso wie die Ursache des Feuers. Doch alle sind erleichtert, dass bei diesem Feuer niemand ernsthaft zu Schaden gekommen war. Lediglich ein Feuerwehrmann zog sich bei Löscheinsatz offenbar durch einen Sturz leichte Verletzungen zu und musste versorgt werden.
Die NonstopNews-Bilder (Nacht) und der O-Ton:
- Totale der Einsatzstelle, Rauch dringt aus aufgebranntem Dach
- Feuerwehr mit Drehleiter vor Ort, Löschen auf Dach unter Atemschutz
- Einsatzkräfte auf Balkon, Blick auf geöffnete Fenster von Schlafräumen
- Salz wird gestreut, verletzter Kamerad wird weggeführt durch Sanitäter
- Rettungswagen vor Ort, Busse der Einrichtung mit Jugendlichen
- Jugendliche werden in Busse der SEG gebracht und weggefahren
- Betreuer retten Aktenordner aus dem Haus
- O-Ton Matthias Schmidt, Feuerwehr Friesoythe: „… beim Eintreffen war offener Dachstuhlbrand festgestellt worden.. konnten Feuer aber rasch eindämmen… alle Bewohner hatten Gebäude verlassen… es waren 17 Personen im Haus, werden nun in Ersatzunterkunft gebracht… sind in Kleinbissen versorgt worden…“
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